Vorwärtskraft

Der Gründerszene Autor nennt seine Kolumne DREHMOMENT, physikalisch eine
Kraft, eine Bewegungskraft.
Will er uns damit sagen, dass er sich ständig im Kreis dreht, um seinen eigenen Hintern anzusehen? Der Inhalt seines Textes lässt das stark vermuten.

Der Gründerszene Autor nennt seine Kolumne DREHMOMENT, physikalisch eine
Kraft, eine Bewegungskraft.
Will er uns damit sagen, dass er sich ständig im Kreis dreht, um seinen eigenen Hintern
anzusehen? Der Inhalt seines Textes lässt das stark vermuten.

https://www.gruenderszene.de/automotive-mobility/laecherlichkeit-taxi-lobby-rueckkehrpflichtdrehmoment?
utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=rss&utm_
source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=laecherlichkeit-taxi-lobby-rueckkehrpflichtdrehmoment

Taxi-Anbieter haben in Deutschland ein durch den Gesetzgeber geschütztes
Monopol. Das ist gut so und hat dafür gesorgt, dass in den letzten 100
Jahren alle Schichten der Bevölkerung professionell und mit wenig zeitlichem
Verzug befördert wurden und werden. Der Service der Taxifahrer ist
deutlich besser als deren Ruf. Klar gibt es auch in der Taxibranche Schwarze
Schafe – wie überall – übrigens.
(Die gibt es unter den Ärzten, bei der Polizei in der Wirtschaft und für uns
alle völlig neu: In der Politik.)
In einigen Regionen ist gesetzkonformes Handeln leider immer noch nicht
erkennbar. Das überrascht nicht sonderlich, denn wo nicht kontrolliert wird,
sprießt der Wildwuchs, da wird gelogen und betrogen. Hamburg hat dem
Wildwuchs schon vor Jahren durch geschickte Plausibilitätsprüfungen und
durch den (illegalen) Zwang ein Fiskaltaxameter einzusetzen, weitestgehend
den Riegel vorgeschoben. Wer heute in Hamburg seine
Konzession(en) verlängern will, muss nachweisen, dass seine eigenen Angaben
nicht im Widerspruch zu den geltenden Regeln und den Aufzeichnungen
des Fiskaltaxameters stehen.
Die MyTaxi App wurde geboren aus dem Wunsch, am Wochenende gemeinsam
aus Bergedorf zum Kietz zu fahren. Erst bei Umsetzen dieser
Idee merkten die Jungs, dass diese App viel besser für das Taxigewerbe
geeignet ist. Nach vielen Meetings mit und Beiträgen von Taxifahrern, wurde
daraus nach und nach ein rundes Paket, das von Taxifahrern und Kunden
gleichermaßen geschätzt wurde.
Erste Risse bekam das Ansehen von mT als sie versuchten 30% Provision
abzugreifen. Sie ruderten zurück, verkauften den Laden und dienen jetzt
dem Brutalokapitalismus zur Gewinnmaximierung.
Der jüngste Coup von mT, die kürzlich zu freenow umfirmierten, war, mit Hilfe
von leicht zu beeinflussenden Taxiunternehmern, einen nicht kostendeckenden
SonderTaxiTarif bei der Hamburger Behörde zu beantragen und:
Genehmigt zu bekommen!
Alles natürlich zum Wohle der Taxiunternehmer, einfache Propaganda-
Rechnung, niedriger Preis = mehr Fahrten. Was sie zu erwähnen vergaßen
war, dass niedrige Preise auch niedrigen Umsatz und somit weniger Einnahmen
bringen.
Die Münchener haben deshalb medienwirksam ihre Verträge gekündigt.
Eine beispielhafte Solidarität. Respekt!
Das Taxigewerbe ist eines der innovativsten Gewerbe der Welt. Seit den
2000er Jahren sind fast nur noch neue Wagen im Einsatz, nirgends sonst
gibt es soviel Großraumwagen mit Platz für ab 5 Fahrgästen, nirgends soviel
E-Karren und Hybrid-Antriebe.
Seit Jahrzehnten gibt es die Bestellung auf Knopfdruck. Eine Firma drückt
eben diesen und die Taxizentrale weiß, wo ein Taxi benötigt wird und
schickt es dorthin. Die Vermittlung ist seit mindestens den 90er Jahren digital.
MyTaxi überraschte den Markt etwas mit der durchdachten, von Taxifahrern
mitentwickelten App, andere Anbieter zogen bald nach.
Der FFTD erprobt zurzeit eine eigene Version einer Taxi-App, die aus dem
Gewerbe für das Gewerbe entsteht und der myTaxi App mindestens ebenbürtig
sein wird.
Ridesharing wurde schon vor bald 20 Jahren im Gewerbe diskutiert, scheiterte
letztlich daran, dass von Hand gerechte Preise für die Fahrtteilnehmer
zu ermitteln, schlichtweg unmöglich war. Erst bessere elektronische Helferlein
machen dies nun möglich. Okay, ich gebe zu, das haben wir etwas verschlafen,
aber man kann nicht immer der Beste sein.
Alle unsere Unternehmungen basieren auf dem Personenbeförderungsgesetz,
das, wenn es befolgt wird und das tun die Allermeisten, sowohl den
Taxifahrer als auch dessen Kunden schützt.
Der Taxifahrer versteht sich als ein Dienstleister und lässt sich die Hilfestellung
beim Ein- und Aussteigen und die Einkaufstüte-in-den-3.-Stock-tragen
nicht extra bezahlen, entlohnt wird er dafür trotzdem, mal dankbare Worte,
mal ein Lächeln, mal ein kräftiger Tip. Wer, wenn nicht die Taxifahrer, bringen
Tante Frieda die 500m zum Arzt, die sie selbst nicht mehr laufen kann,
denn ihre Selbstständigkeit will Tante Frieda nicht aufgeben und wir sind es,
die sie dabei unterstützen, ihr Leben so zu leben, wie sie es für richtig hält.
Um dies und vieles mehr zu ermöglichen schützt das Persbef.Ges. vor
Wildwuchs und verbietet es Mietwagen, taxigleich in fremden Revieren zu
wildern. Viele, die das schnelle Geld wittern, steigen auf Mietwagen um,
große finanzstarke Brutalokapitalisten versuchen hier das dicke Geld zu
machen, koste es was es wolle, zunächst auf dem Rücken und zu Lasten
der Entlohnung der Fahrer, dann zu Lasten der Kundschaft. Die Preise richten
sich nach Angebot, Nachfrage und äußeren Umständen. Ups, es regnet,
da könnten die Straßen rutschig sein, das Gefahrenpotential erhöht
sich damit um 150%, da muss der Fahrpreis natürlich angepasst werden.
Der Kunde will das nicht zahlen? Dann endet die Fahrt genau jetzt und er
wird im Regen stehen gelassen. Bei Glatteis können es schon 1000% sein
und der Fahrpreis steigt entsprechend. Gibt es nicht, mag man denken,
doch gibt es, vgl. Uber in New York.
Den milliardenschweren Überfall auf ein ganzes Land, durchgeführt gierigen,
zügellosen und menschenverachteten Brutalokapitalisten, deren verquerer
Wertvorstellung sich mittlerweile auch ein deutsches Unternehmen
angeschlossen hat, als Fortschritt zu bezeichnen, ist zumindest höchst verwunderlich.
Wir alle brauchen die Rückkehrpflicht und weitere schärfere Bedingungen
für Mietwagen. Das hat die Hamburger Aufsichtsbehörde schon lange erkannt.
Mietwagen müssen mit Wegstreckenzählern nach dem Fiskaltaxametersystem
ausgestattet werden. Mietwagen Unternehmer mit mehr als
einem Fahrzeug benötigen einen Betriebssitz, nicht nur einen Platz an dem
die Wagen parken, nein einen richtigen Betriebssitz, wo jede Bestellung
eingehen und dokumentiert werden muss, es braucht Aufenthaltsräume und
Sanitäranlagen für die Angestellten.
Andere Gemeinden haben die Zusammenhänge noch längst nicht durchschaut,
können (es fehlen die geistigen Möglichkeiten) oder wollen (Beamte,
warum mehr arbeiten, ich bekomme mein Geld doch auch so) es nicht.
Hamburgs Aufsichtsbehörde weiß, dass eine lockere Zulassung von Mietwagen
in z.B. Pinneberg, die Stadt Hamburg mit Mietwagen überschwemmt,
denn Mietwagen – sind sie erstmal zugelassen – dürfen überall
fahren.
Die Rückkehrpflicht schützt nicht das Taxigewerbe, sie schützt uns alle vor
dem die Straßen verstopfenden Mietwagenwildwuchs.
Nix gegen Mietwagen, es soll und muss sie geben, aber nur zu den selben
fiskal- und ordnungspolitischen Regeln, wie sie für Taxen schon seit 100
Jahren gelten.
Wer gegen das Taxigewerbe wettert und für Anbieter wie uber, moia etc. die
Lanze bricht, hat rein gar nichts verstanden.
Siehe Don Dahlmann in seiner Kolumne Drehmoment, in der Gründerszene,
seine unverantwortliche Haltung schadet nicht nur den Taxi-Unternehmen
selber, sie geht auch zulasten der gesamten Gesellschaft in den Städten.
Ich zitiere ihn, nur ganz leicht abgewandelt:
Dass ihm die Kurzsichtigkeit und Lächerlichkeit seiner eigenen Argumente
nicht auffällt, ist schon erstaunlich. Offenbar hat er die Entwicklung der letzten
20 Jahre komplett ignoriert. Und –
Original: Dass der Lobby die Kurzsichtigkeit und Lächerlichkeit ihres eigenen Tuns nicht auffällt, ist schon erstaunlich.
Offenbar hat man die Nachrichten der letzten fünf Jahre komplett ignoriert.

Wieder einmal beweist ein “Schreiberling”, dass er absolut keine Ahnung
von dem hat, worüber er schreibt. Es bereitet ihm offensichtlich große
Freude mit seinem Zeigefinger auf das Taxigewerbe zu zeigen, allerdings
hat er nicht bemerkt, dass dabei drei seiner Finger – sofern er noch alle hat,
an Tassen scheint es ihm ja zu mangeln – auf ihn selbst zurück zeigen.

Er hat auch nicht begriffen, dass mehr Wagen die Straßen noch mehr verstopfen
und dass Navi-Fahrer ohne Ortskunde außer Navi nix können, dann
fahren sie, wie bei moia dokumentiert von der verkehrten Seite in die Einbahnstraße,
gefährden sich selbst und andere nur weil das Navi es so will.
Die Aufhebung der Rückkehrpflicht führt nicht zu weniger Verkehr! Dazu
gibt es verschiedene Studien.
Es führt zu noch mehr Verkehr, noch mehr gefährlichen Situationen und einer
noch größeren Belastung aller in einer Gemeinde lebenden Menschen.
Durch ridesharing und brutalokapitalistische Methoden erreichen wir keine
Entlastung im Strassenverkehr, das erreichen wir nur, wenn wir bereit sind,
auf die eigene Karre zu verzichten. Bei mir in der Straße stehen Wagen wochenlang
und werden nicht bewegt, brauchen diese Leute wirklich einen
eignen Wagen?
O-Ton eines Fahrgastes aus Eppendorf: Wir haben zwei Autos. F.: Warum
fahren Sie dann Taxi? A.: Weil ich, würde ich meinen Wagen nehmen, keinen
Parkplatz mehr finden würde.
Ich darf das anprangern, ich verzichte schon seit 20 Jahren auf einen Privatwagen.
Für Privatfahren in der Stadt bestelle ich mir ein Taxi. Mit über
90% dieser Fahrer würde ich ein Bier trinken gehen, würde ich denn Alkohol
trinken, sie sind nett, sie agieren professionell und souverän.
Die 150 Km zu Oma fahre ich allerdings mit dem eigenen Taxi und rechne
brav die Privatkilometer in der Steuererklärung ab. Das ist 1000 mal billiger
als eine eigene Karre am Strassenrand vergammeln zu lassen.
Wir brauchen keine Verkehrswende im Sinne von noch mehr (Miet) Autos
auf den Strassen. Wir brauchen Einsicht und Verzicht.
Aber wie soll man das einem Volk vermitteln, dem über 70 Jahre eingetrichtert
wurde, dass das Wachstum der Automobilindustrie uns am Leben erhält?
Was können wir also tun?
Ganz einfach:
Unseren Job machen!
Mit Freude, Respekt und Empathie.
Eine gute Arbeitsleistung spricht direkt unser Belohnungssystem im Hirn an
und verschafft uns das Gefühl etwas Gutes und Richtiges getan zu haben.
Davon kann man zehren und eine wenig lukrative Tour locker und ohne
murren wegstecken.
Wenn wir alle das berücksichtigen, erledigen sich die negativen Schlagzeilen,
Streitereien untereinander, Machogehabe, Drängeleien und Taxirennen
auf den Strassen von ganz allein.
Man muss es nur wollen und nicht warten bis der andere anfängt.
Bei sich anfangen! Jetzt! Sofort!
Dann ist unser Gewerbe auch die nächsten 100 Jahre sicher.
Wolfgang Schild
Taximann

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