Gründung FFTD e.V.

Pressemitteilung


Zur Gründung der „Föderation Freier Taxen Deutschland e.V.“ in Hamburg
Am Sonnabend, den 18. Mai 2019, gründet sich die „Föderation Freier Taxen Deutschland e.V.“ (FFTD) in Hamburg. Aus allen Teilen des Landes werden Taxikollegen anreisen, um eine authentische Stimme für das Taxigewerbe abzugeben.
Seitdem multinationale Firmen versuchen, in die Personenbeförderung und in die Touren-Vermittlung einzudringen, rückt dieser Gewerbezweig in den Fokus der Öffentlichkeit. Mit großspurigen Ankündigungen feuern IT- und Auto-Manager ihre pubertären Weltherrschaftspläne in die Medien, selbst vor den hanebüchensten Ideen („Flugtaxis“) wird nicht zurückgeschreckt. Die tat-sächlichen Interessen (ganz vorne weg: Verlässlichkeit) von Tausenden engagierten Fahrern und Unternehmern sowie Millionen Kunden werden dagegen öffentlich zu gering bewertet. Das wollen wir mit Informationen aus der Praxis ändern, ohne Marketing-Geschwurbel in klarer Taxifahrer-Sprache.
Die Taxifahrer, selbstständige und angestellte, stehen nicht länger als Verfügungsmasse für Manager von Uber, Daimler, VW und Co. zur Verfügung. Durch eine gewerbeeigene „App der Taxifahrer“, die der FFTD initiiert und fördert, durchkreuzen wir profitorientierte Pläne Anderer über unsere Köpfe hinweg.
Bei der geplanten Reform des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) werden wir mit in Jahrzehnten erworbener Expertise dafür sorgen, dass die Anliegen der Taxikunden und -fahrer nicht zugunsten der Profitinteressen multinationaler Konzerne geopfert werden. Bis zur Erfindung des Beamens von Menschen ist und bleibt die Personenbeförderung ein vorrangig analoges Business.
Wir setzen uns für ein mittelständisch geprägtes Taxigewerbe ein. Nur durch die gelebte Vielfalt ist das hohe Maß an Flexibilität und die Anpassung an wandelnde Kundenanforderungen erreicht worden. Großkonzerne können ihre Angebote nur zu deutlich höheren Preisen anbieten als das kleinteilig organisierte Taxigewerbe. Mittels rechtswidriger Dumpingpreise versuchen sich die Multis Marktanteile zu kaufen, die sie nach einem Niederringen des Taxigewerbes durch höhere Fahrpreise wieder rein-holen wollen. Die Erfahrungen mit Uber und Co. andernorts sind ernüchternd. Insbesondere deren ansteigende Preise in Zeiten hoher Nachfrage (morgens, abends, Wochenend-Nächte) sowie bei schwierigen Wetterlagen, lehnen wir strikt ab. Stattdessen setzen wir auf eine kundenfreundliche Verlässlichkeit bei den Fahrpreisen, die durch staatliche Vorgaben gewährleistet wird.
Für den Vorstand des FFTD haben u.a. folgende Personen ihre Kandidatur erklärt:
• Orhan Tasbilek aus Hamburg, vertritt die Personenbeförderungsfirmen in der Hamburger Handelskammer
• Fikret Arik, Vorsitzender des Berliner Taxibund e.V.
• Clemens Grün, Taxi-Aktivist aus Hamburg, vertrat zuletzt das Hamburger Taxigewerbe bei einer Anhörung zum Thema Moia im Hamburger Verkehrsausschuss
• Danis Georgiadis, Vorsitzender des Stuttgarter Taxiverband e.V.
• Adam Samsel, selbstständiger Taxifahrer aus Hamburg
Beraten und begleitet wird der FFTD von dem Hamburger Rechtsanwalt und früheren Bundestagsabgeordneten Burkhardt Müller-Sönksen, weil ihm die mittelständische Struktur des deutschen Taxigewerbes am Herzen liegt.
Die Gründungsversammlung findet am Sonnabend, 18. Mai 2019 ab 11:00 im Kulturschloss Wandsbek, Königsreihe 4 in 22041 Hamburg statt.

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